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Date :  2001-12-17
langue :  Allemand
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Freie Software


Freie Software


Freie software, logiciel libre ist ein schöner Ausdruck. Er lässt auf eine heilige und irresistible Allianz zwischen den Kräften für Freiheit und der Macht der Informatik hoffen, das Letztere ist zum einen von seinem Bündnis mit den grossen nordamerikanischen Kapitalhegemonialisten abgespalten, und einmal ist es imstande, seine transnationalen Netze in den Dienst der würdigeren Ideale zu stellen, als sich einfach nur um Profit und die kulturelle Dominanz des Planeten zu bemühen. Aber diese Hoffnung mündet in eine weniger idyllische Realität.

Das Projekt GNU
Am Anfang der 80er führte Richard Stallman, ein Forscher bei MIT, das Konzept der freien software ein: Softwareprogramme dessen Quellcode (die Gesamtinstruktion, die sie bilden) frei zugänglich ist, was ihnen die Möglichkeit bietet, ihre Funktionen zu analysieren, sie zu verbessern und vor allem sie zu neu zuverteilen ; im Unterschied zu den Besitzersoftware (die im Handel erhältlich sind) dessen "Rezept" geheim bleibt und die man nicht legal kopieren kann.

Das Prinzip der "offenen" Software war nicht neu. Zum Beispiel war der Quellcode UNIX 5 (das System, über das das Internet aufgebaut wurde) für die Universitäten zugänglich. Aber Stallman befürchtete, dass das Prinzip verschwindet. Er gründet also das Projekt GNU ("GNU ist nicht UNIX"), dessen Ziel es ist, ein Betriebssystem heute komparabel zu Windows oder MAC OS anzubieten, aber frei. Um dafür die legale Erschliessung zu sichern, formuliert er seine Ideen unter der Notation von "copyleft" (im Gegensatz zu "copyright") und kreiert eine Vertreiberlizenz, die GNU General Programming Licence, die GPL, die festsetzt, dass die angewendeteten Modifikationen für die gesamte durch die GPL geschützte Software mit dieser selben Lizenz neu vertrieben werden müssen. Er gründet zugleich die Free Software Foundation, wo er Präsident ist, die die Applikation von GPL verifiziert und das Projekt GNU verwaltet.

Der Ausdruck free software ist eine Quelle von Zweideutigkeit : Stallman besteht darauf, dass es free wie in free speech (Freie Rede) und nicht wie in free beer (Freibier) bedeutet ( Frei und nicht gratis ). Der Ausdruck stellt sich sich im Prinzip nicht gegen die Kommerzialisierung einer freien Software. Aber die Tatsache, dass der Quellcode gratis zugänglich und wiederübertragbar ist, bedeutet, dass es möglich ist, das Endprodukt nachzubilden und es selbst zu vertreiben. Die freie software kann also nicht ( und das ist sein Ziel) an ein klassisches ökonomisches Modell angepasst werden auf dem die Informatikindustrie aufbaut.

Linux
1991, verkündet ein finnischer Student, Linus Torvalds, dass er mit Linux arbeitet, ein neues Anwendersystem auf dem Modell UNIX, wie GNU, von dem es die Bestandteile überarbeitet. Freiwillige aus der ganzen Welt nehmen an dem Projekt teil, sie kommunizieren dank des Internets untereinander, das im gleichen Moment beginnt, für die Öffentlichkeit zugänglich zu werden. Mit Linux verfügt die Gemeinschaft der freien Software schliesslich über ein Anwendersystem, das fast komplett ist. Man schätzt, dass es heute um die 20 Millionen Benutzer von Linux gibt, wovon ein wichtiger Prozentsatz in der Dritten Welt und in Osteuropa liegt. Bis 1998 bleibt der Erfolg von Linux auf die Studentenzimmern und die Büros der abentuerlustigen Programmierer limitiert. Manchmal wurde es mit dem Beinamen " das bekannteste Geheimnis der Industrie" versehen, dessen Existenz die Führungskräfte des Unternehmen ignorieren, selbst wenn ihre Anwender es manchmal "diskret" benutzen.

Die Explosion der freien software
Der 1.April 1998, angeregt durch den Artikel " Die Kathedrale und der Basar", von Eric Raymond und durch die Konkurrenz von Microsoft angetrieben, gibt die Firma Netscape freien Zugriff auf den Quellcode ihres Webnavigators, in der Hoffnung, dass ihn die Gemeinschaft der freien Software verbessert. Das Konzept der freien Software zieht also schliesslich die Aufmerksamkeit der Firmanbosse an, die vor allem dort eine Wirtschaftsquelle sehen. Ihr Hauptbefürchtung bleibt eine fehlende Garantie ( was auch nicht von den Softwarebesitzern anbgeboten wird), und vor allem der fehlende technische Support und Service, so dass die Firmen Redhat oder Mandrake, die Linux vertreiben, schleunigst liefern. Die free software, obwohl sie über das Internet kostenlos zugänglich ist, befindet sich in einem wirtschaftlichen Modell. Die Explosion der start-ups ernährt es : der Beginn an der Börse im Dezember 1999 vom Unternehmen VA Linux bricht den Wertsteigerungsrekord der Wall Street (733%).

Aber ist dieses Modell lebensfähig ? Durch den brutalen Crash der "Netto-Wirtschaft" sind die gegründeten start-ups über Linux oder andere freie Software unter den ersten Opfern, und die Unternehmen, die stark etabliert sind, ziehen kaum besser den Kopf aus der Schlinge. Die sich oft kontovers gegenüberstehenden Persönlichkeiten Stallman (der Softwarebesitzer ist unmoralisch) und Raymond ( ein "libertärer" Militant für die National Rifle Association) sind sich nicht einig.

Freie Software und Globalisierung
Wo wird also die freie software auf dem Gebiet der "Globaliserung" eingesetzt ? Sie erlauben den Benutzern aus Afrika oder Asien, die wenig Geld haben und schlecht ausgestattet sind, über das Internet in Kontakt zu treten, ungeachtet der Anstrengungen der Unternehmen wie Microsoft, um einen Zugang zu bestimmten Ressourcen des Netzes von einem freien Navigator aus schwierig zu gestalten. Vor allem bietet diese Software die Garantie einer Transparenz des Informatikwerkzeugs und vor allem einer Unabhängigkeit gegenüber der Verlagen von Programmen : der Erfolg der freien logiciels, der sich in den Ländern dem Internet öffnet, kommt auch aus der Tatsache heraus, dass diese Länder nicht gedrängt sind, neu "kolonisiert" zu werden, dieses Mal durch Microsoft.

Wenn man die Rolle kennt (fundiert auf den offenen Protokollen und der freien Software),die das Internet in der planetären Mobilisierung gegen "die Globalisierung" während der Weltwirtschaftsgipfel gespielt hat, versteht man, dass der Geist der freien Software unabtrennbar von diesem Kampf ist (der französische Abgeordnete Noël Mamère in der Französischen Nationalversammlung: " Das Internet muss ein Instrument im Dienste des Kampfes für die Emanzipation sein, und im Dienste gegenüber den Formen des Totalitarismus, den wir verurteilen"). Die freie software bietet eine Parallele, die mit dem Anspruch der Transparenz versteht, die sich inmitten der Reflexion über "die Globaliserung" stellt. Wenn das Internet mit den freien Softwarebesitzern funktionnieren würde, wäre ihre Transformation in Big Brother nicht mehr eine müheselige Methaper, sondern eine unakzeptable Realität. Zugang zum Programm der Informatikwerkzeuge haben, das man aufs gleiche nutzt, um die Gesetzestexte und die Rechtssysteme, in denen wir leben, zu kennen : das ist die einzige Garantie für das Funktionieren einer wahren Demokratie. Ausserdem benutzen und empfehlen heute bestimmte Regierungen (Frankreich, Deutschland), unter der Sorge der Tranzparenz und der Unabhängigkeit, die logiciels libres.

Die Grenzen der freien software sind sogar mit dem Gemeinschaftsgeist vereinigt worden, der sie entworfen hat. Die Hacker, diese begabten Programmierer, die den zerstörenden Raubkopieren kaum ähneln, und die die Medien durch die Verwechslung mit dem Term cracker in Verbindung bringen. Oft jung, idealistisch, manchmal naiv nehmen sie an einer neo-anarchischen Tendenz teil, die im Netz den Ausschlag gibt. Die Wörter "frei" und "gratis" stossen freiwillig in den Köpfen einer Generation zusammen, die Napster & Co die Symbole von Unabhängigkeit und von Widerstand gegen die Multinationalen von Kultur und Information gegeben haben. Jedoch überschreitet der Kampf nur das Stadium des Slogans " Fuck the system!" und das der Eroberung der Position im Internet.

Trotz seiner Generalisierung bleibt die freie Software noch zu oft ein Instrument von Spezialisten, vertraulich und elitär. Die Hacker haben exzellente technische Vorzüge, die sich gut von denen der durchschnittlichen Benutzer, für die die Einfachheit zählt, unterscheiden. Davon übrigens nähern sie sich gewissen Gegnern "die Globalisierung" an, die das Verhalten befürworten (Nahrungsverhalten, Kulturverhalten,etc.), was man elitär finden könnte. Nur die Kollaboration mit gewissen Akteuren der Industrie könnte manchmal schwierig, den libre logiciel definitiv aus seinem techno-kulturellem Ghetto herausbringen (Die Ironie der Geschichte, IBM investierte 2001 1 Milliarde Dollars in Linux). Der Fehler daraus ist, trotz des Potentials, den sein Name durchblicken lässt, dass er nur auf auf schwierige Art und Weise zum Rang des Symbols des Kampfes gelangen kann ; gegen das Übermass und die Missetaten der "Globalisierung", wovon er zwar eines der diskretesten doch eines der wirkungsvollsten Werkzeuge bleibt.


Bibliographische Internetangaben :

Das Projekt GNU et die FSF :
http:// www.gnu.org

Das « GNU Manifesto », Textgründer des Projekts GNU :
http://www.gnu.org/gnu/manifesto.html

Die Implikationen aus der Terminologiewahl zwischen free software und open source :
http://www.opensource.org/

Der Artikel « The Cathedral and the Bazaar »
http://www.tuxedo.org/esr/writings/cathedral-bazaar/
(es gibt auf dieser Website auch eine kurze Historie über die «culture hacker»)

Über die Benutzung von Linux durch die französische Regierung :

- Agence pour les Technologies de l’Information et de la Communication dans l’Administration :
http://www.atica.pm.gouv.fr/

- der Bericht Carcenac, legt die Benutzung des offenen Standards in der Administration nahe
http://www.internet.gouv.fr/francais/textesref/rapcarcenac/sommaire.htm

- Kommunikation von Richard Stallman in der Nationalversammlung und
Präsentation von Noël Mamère :
http://www.april.org/actions/rms/20011120/















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